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Ein
praktischstes Hilfsmittel zur Umsetzung von
vertikalen Kamerafahrten ist ein Kamerakran. Dieser
Bericht zeigt unseren alten Kamerakran, der inzwischen durch
ein kompakteres Aluminiummodell abgelöst wurde.

Kamerakran
Der Kameraarm meiner Konstruktion ist aus Holz, die
restlichen Teile sind aus Metall.
Grundsätzlich ist ein Kran primitiv, trotzdem muss man
besonders auf die Belastungen aller Teile vor allem aufgrund
der Armlängen achten.
Tipp:
Daher wäre es für sehr unerfahrene Bastler sinnvoll, den Bau
mit der Spitze zu beginnen und sich nach hinten (unten)
vorzuarbeiten, da man so gleich sieht, welche Kräfte weiter
hinten am Arm wirken werden.
Das Holz alleine trägt das Gewicht der Kamera natürlich
nicht auf diese Länge. Es würde sich verbiegen. Daher ist
wie bei Baukränen auch hier ein Stahlseil an der
Spitze angebracht, das bis zum Gegengewicht zurückgeht. Beim
Aufrichten des Dreiecks (über den Achsen) wird das Seil
gespannt und trägt ab dann fast das gesamte Gewicht. Der Arm
selbst drückt dann praktisch nur mehr die Kamera vom
Mittelpunkt weg.

Ungespanntes Stahlseil
Achtung:
Fertig zusammengesetzt liegt eine enorme Zugkraft auf dem
Seil (es hält natürlich viel mehr Gewicht aus). Trotzdem
muss man es so an den beiden Enden anbringen, dass es sich
nicht lösen und jemanden verletzen kann.
Der komplette Kraftarm ist aus Metall und die
absolute Länge nicht größer als die Säule auf der das Ganze
steht. Die verhältnismäßig kurze Länge zum Lastarm hat zwar
den Nachteil, dass ein viel größeres Gegengewicht notwendig
ist, aber dafür kann der Kran fast senkrecht stehen, was
wiederum einen kürzeren Kameraarm für eine bestimmte Höhe
zulässt.
Die horizontale Kranachse besitzt zwei Kugellager,
die die Drehung leichtgängig machen. Für die vertikale Achse
sind diese nicht unbedingt notwendig.
Zum Fixieren in einer bestimmten Lage kann eine
Scheibenbremse eingebaut werden.

Achsen und Gegengewichte
Im Idealfall sollte das Gegengewicht geringfügig
größer sein als das Lastgewicht am Kameraarm, damit der Kran
leicht nach oben zieht. In diesem benahe schwebenden Zustand
kann der Kran auch bei normaler Stativhöhe für großzügige
sehr flüssige Schwenks (fast schon Kamerafahrten) verwendet
werden.
Die eigentlich interessante Frage bei den
Kamerakrankonstruktionen ist aber meistens jene nach der
Lenkung der Kamera selbst (unabhängig vom Kranarm). |
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Es gibt Möglichkeiten angefangen von Seilzügen bis zu
Motoren. Die einfachste Lösung ist ein „Drachen-System“.
Dabei ist die Kamera frei in alle Richtungen drehbar
aufgehängt und wird über Seile wie beim Drachensteigen
gesteuert. In den meisten Fällen will man die Kamera aber
einfach immer nur horizontal ausrichten; das geht bei
richtiger Aufhängung auch mit Hilfe der Schwerkraft.

Kamerakran transportbereit
Vorteile
zu anderen Systemen:
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Es sind keine 3 Schwenkachsen notwendig
-
absolut geräuschlos
-
von nur einer Person mit beiden Händen Stufenlos
steuerbar
-
relativ kurzes Kabel für Bildüberwachung
Gesteuert
wird die Kamera, indem man die Seile dreht und kippt. Die
Höhe lässt sich ganz einfach verändern indem man vor oder
zurückgeht (eben dafür ist das größere Gegengewicht
notwendig).
Wenn der
Überwachungslaptop
dem Kameramann mit Hilfe einer einfachen Vorrichtung
umgehängt wird, hat dieser die optimale Bildüberwachung.

Kamerakran in voller Einsatzhöhe
Zusätzlich ist der gesamte Kran als Aufsatz für unseren
Schienendolly
konzipiert, d.h. Fahrten vor und zurück sind ebenfalls
möglich.
Fazit:
Mit einem Kran sind geniale Kameraeinstellungen möglich. In
Kombination mit einem Weitwinkelkonverter oder –objektiv
erreicht man sogar den Eindruck von Luftaufnahmen.
Verbesserung:
Wahrscheinlich werde ich den Holzkameraarm durch Aluminium
ersetzten. Sehr stabil und leicht wären z.B. drei Alurohre
mit je drei cm Durchmesser, die in einer Dreiecksform
angeordnet und alle 150 cm verbunden sind.
Der Bericht zum neuen Alukran kommt demnächst.
Weitere Berichte:
+
Schienendolly
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