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steadycam 1

Hier die erste Version einer selbstgebauten Steadycam.

 

 

 

Eine Steadycam ermöglicht freie, ruhige

 Kamerabewegungen.

 

Die wichtigste Voraussetzung für eine solche Konstruktion ist das Verständnis der eigentlichen Funktion.

Das Grundproblem: Wenn man eine Kamera normal in der Hand hält und damit geht oder läuft, sieht man auf dem Bild bei jedem Schritt eine Erschütterung. Um dem entgegenzuwirken muss die Kamera beweglich auf der haltenden Hand gelagert sein. Hierbei genügt es die Halterung der Kamera auf einer Spitze aufsitzen zu lassen, wodurch sie horizontal drehbar ist und auch leicht vor- und zurückkippen kann.

Außerdem muss die Kamera träge sein, d.h. soviel Gewicht haben, dass sie danach strebt, die momentane Bewegung fortzusetzen, wodurch plötzliche Ruckler nur teilweise und langsam übertragen werden.

Hierzu wird an der gegenüberliegenden Seite zur Kamera ein Gewicht angebracht. Idealerweise so, dass die gesamte Halterung, wenn sie auf einem Punkt aufliegt, im Gleichgewicht ist und damit praktisch zu schweben scheint.

 

Steadycam 1

Griff mit Spitze

 

Testmöglichkeit: Nimm einfach deine Kamera mit ausgezogenem Stativ und halte das ganze knapp unter der Kamera mit nur einem Finger. Mit der zweiten Hand steuerst du die Kamera, damit sie in die richtige Richtung gedreht bleibt. Falls die Kamera zu schwer ist, musst du unten am Stativ noch eine Last anbringen. Wenn du damit im Gehen filmst und es mit einer normalen Handkamera vergleichst, wirst du eine enorme Verbesserung der Bildstabilität feststellen.

 

Bei der Konstruktion habe ich diesmal besonders darauf geachtet, dass möglichst wenig geschweißt ist und die Teile verschraubt sind, damit sich Änderungen durchführen lassen.

Durch die dünnen Flacheisen kann man den unteren Teil mit einigen Hammerschlägen leicht ausbalancieren.

 

Mit ein paar Handgriffen kann das ganze umgedreht werden, d.h. Kamera unten, wodurch eine bodennahe Fahrt ebenfalls möglich ist.

 

Boden-Steadycam

 

Es hat keinen Sinn, hier konkrete Abmessungen anzugeben, da es allein auf das richtige Gewicht unten ankommt und das muss sich jeder für seine Kamera individuell einstellen.

Hier ein Demovideo, das den Vergleich einer Aufnahme mit dieser einfachen Steadycam mit einer Freihandaufnahme zeigt.

 

Fazit

Der Bau ist an einem Tag abgeschlossen, und bei Betrachtung des Filmresultates ist es die Arbeit sicher wert.

 

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