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Unterwassergehäuse
würden oft interessante
Aufnahmen ermöglichen. Für Fotoapparate gibt es diese schon
zu einem zumindest akzeptablen Preis, aber bei den Gehäusen
für Videokameras sind die Preise maßlos übertrieben: 700€
für eine primitive Kunststoffhülle mit ein paar Knöpfen.
Darum habe ich beschlossen selber etwas zu konstruieren.

Unterwassergehäuse
Das ganze Gerät ist wirklich sehr einfach. Da ich Metall
problemlos wasserdicht verschweißen kann, habe ich dieses
Material für den Prototypen gewählt.
In einem Rohr findet die
Sony TRV 120E Platz. Die
seitliche Ausbuchtung ist für das Display.
Die ausgeschnittenen Löcher für das Objektiv und das LCD
habe ich mit Plexiglas versehen, da es sehr einfach
zu schneiden ist. Die beiden Teile sind mit einem
Alleskleber, der auch zum Dichten dient, aufgeklebt. Man
kann hier zum Beispiel auch Autoscheibenkleber verwenden.
Zur Sicherheit habe ich im Inneren alle Schweißnähte mit
diesem Kleber überzogen für den Fall, dass ich ein kleines
Loch übersehen haben sollte.
Die einzige Herausforderung ist die Dichtheit vom Deckel und
den beweglichen Teilen.
Hierfür verwende ich geeignete O-Ringe, die es in
beliebigen Größen gibt.
Am Deckel ist eine Kerbung eingefügt in diese der Gummi
passt und dabei noch ca. 0,2 mm heraussteht. Damit dichtet
der Ring zur Seite hin ab sobald der Deckel geschlossen ist.
Im Gehäuse muss diese Stelle natürlich sehr glatt und exakt
gedreht sein.

Deckel mit Knopf und O-Ring (schwarz)
Fürs erste habe ich nur einen Knopf für Rec/ Pause
eingebaut. Dieser ist ebenfalls mit einem kleineren
Gummiring abgedichtet und wird durch eine Feder in die
Ausgangsposition gedrückt, da sich der Bolzen wegen der
Dichtung sonst nur schwer bewegen lässt.
Ich habe das Unterwassergehäuse in ca. 4m Tiefe
getestet, dabei ist kein Wasser eingedrungen. Die zuvor mit
einem Antinebelmittel präparierten Scheiben sind auch nicht
beschlagen und auf dem Display konnte man das Bild gut
sehen.
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Unterwasseraufnahme mit
Sony TRV 120e
Hier auch ein
Demovideo.
Für das nächste Modell würde ich folgende Verbesserungen
in die Konstruktion miteinbeziehen:
- Gehäuse
aus leichterem und rostfreiem Material (Aluminium oder
Kunststoff)
- Zumindest
Frontscheibe aus Glas (kratzfest)
- mehr
Knöpfe für manuelle Steuerung (Zoom, Helligkeit, Fokus)
- eventuell
Einbau des
Überwachungsmonitors für
ein größeres Bild
- Ballast
um den Auftrieb optional zu verringern
Für eine digitale Kompaktkamera habe ich auch eine weiche
Universalunterwasserhülle getestet und war damit auch
sehr zufrieden. Diese gibt es bereits ab ca. 20 Euro.

Unterwasserhülle für Kompaktkameras

Unterwasserfoto (Wrack)
Mehr Unterwasserfotos findest du in
unserem
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