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Verschiedene Blutkapseln:
Die
Kunstblutmischung
wurde schon vorgestellt.
Jetzt soll für den Zuschauer noch die Illusion erzeugt
werden, dass das „Blut“ tatsächlich aus einem Körper
spritzt.

Kunstblut mit Pressluft auf die Wand spritzen.
Die von uns am häufigsten verwendete Variante benutzt einen
Kunststoffschlauch als Blutbehälter. Dieser hat einen
Durchmesser von ca. 8mm und einen Länge von 60-70 cm. Ein
Ende wird mit einer dünnen Frischhaltefolie verschlossen.
Klebeband und ein Gummiring sorgen für die Dichtung. Dann
wird das Blut eingefüllt und auch das andere Ende genauso
wie das erste verschlossen.

VARIANTE 1: Kunststoffschlauch als Blutbehälter.
Wichtig ist, sich den Winkel, in dem das Kunstblut
rausspritzen soll, zu überlegen. Dementsprechend muss das
Schlauchende zugeschnitten sein.
An das hintere Ende des Schlauches wird die
Druckluftquelle angeschlossen. Zwei Bar Druck sind
meistens ausreichend und es wird nur ein kurzer Schub mit
wenig Luft benötigt. Zum Auslösen und Steuern der Luftmenge
kann ein Pistolenventil verwendet werden.
Zum richtigen Timing und zur passenden Dosierung der Blut-
und Luftmenge gehört etwas Übung.
Umso mehr Luft, desto stärker wird das Blut zerstäubt. Ein
zu schneller Ausstoß ist bei 25 Bildern pro Sekunde
eventuell nur auf 2-3 Frames zu sehen.
Als Druckluftquelle verwenden wir meistens eine kleine
Druckluftflasche. Für wenig Blut kann man auch eine
manuelle Luftpumpe einsetzen, man sollte aber das benötigte
Luftvolumen nicht unterschätzen und daher alles vor dem Dreh
ausführlich testen.
Die Blutkapselform wird von der jeweiligen
Anforderung bestimmt. Es können auch Kunststoffflaschen
(z.B. Duschgelflaschen) verwendet werden, allerdings wölben
sich alle Behälter zuerst rund, bevor die nur leicht
versiegelte Sollplatzstelle nachgibt. Das kann dann im Film
unecht wirken.
Für eine kreisförmige Ausbreitung verwenden wir für die
Kapsel Frischhaltefolien zu einem Ball zusammengeschnürt
sind.
Um einen kontinuierlichen Blutstrom aus einer Ader zu
simulieren wird die gleiche Technik eingesetzt, aber mit
viel weniger Druck und einem größeren Blutvorrat.
Die "innere Blutkapsel":
Ziel bei der Entwicklung dieses Effektes war es, eine Kapsel
zu konstruieren, bei der das
Kunstblut
für den Zuschauer richtig aus dem Körper des Opfers, also
durch das Gewand spritzt.
Dabei wollte ich eine absolut ungefährliche Lösung, also
ohne kleine Sprengkapseln, sondern einfach nur mit
Luftdruck wie bisher.

Blutkapsel aus Frischhaltefolie mit Wasser gefüllt.
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DEMOVIDEOS |
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view demo 01 |
Filename:
25fp_blutkapseln_01_demo.wmv
Filesize:
435KB
Version:
08.05.05 by
david
Fileinfo:
Windows Media Video 9; |
Der Trick ist einfach. Die Blutkapsel selbst besteht
aus einer „Frischhaltetüte“, irgendeinem sonstigen härteren
Gefäß wie einer Duschgelflasche oder ähnlichem.
In dieses Gefäß wird dann ein Loch geschnitten, in das der
Luftschlauch vom Druckbehälter eingeführt wird. Dieses Ende
wird auch zum späteren Befüllen verwendet.

VARIANTE 2: Frischhaltetüte als Blutkapsel.
Eine zweite Stelle weiter unten wird ebenfalls
ausgeschnitten (ca.1,5 cm Durchmesser).
Dieses wird mit einem schwächeren Material wieder zugeklebt.
Gut geeignet ist eine Frischhaltefolie, die vorher noch
gedehnt und damit dünner gemacht wird.
Hier wird die Kapsel aufreißen, weil es die schwächste
Stelle ist.

Späteres Einschussloch im T-Shirt.
Jetzt muss nur mehr die Kleidung vorbereitet werden.
Dazu wird dort, wo das Blut rauskommen soll, der Stoff mit
drei kleinen Schnitten geöffnet (ca. je 1 cm). Dann wird das
Innere des Gewandes herausgedreht, um die Schnitte mit ganz
dünnen Papierklebebandstreifen zu verschließen. Mit starkem
doppelseitigem Klebeband rund um die beiden Öffnungen wird
die Kapsel mit dem Kleidungsstück verbunden.

Druckluftschlauch mit dem T-Shirt verklebt.
Achtung:
Wenn die Blutkapsel gefüllt ist unbedingt die Dichtheit
prüfen, da sich sonst das Gewand schon vor dem Aufplatzen
mit Blut ansaugt.

Auschnitt aus dem
Demovideo. |
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DEMOVIDEOS |
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view demo 02 |
Filename:
25fp_blutkapseln_02_demo.wmv
Filesize:
624KB
Version:
03.04.06 by
david
Fileinfo:
Windows Media Video 9; |
Wenn die Luftzufuhr betätigt wird platzt die Blutkapsel
am Schauspieler auf und reißt aufgrund des Drucks die
vorgeschnittene Stelle der Kleidung wieder auf. Dadurch
sieht man, wie zuerst scheinbar das Gewand aufgerissen wird
und dann das Blut rausspritzt. Der Luftdruckhebel muss nur
kurz betätigt werden. Nach dem großen Blutspritzer rinnt
noch Blut aus der „Wunde“ nach, da sich die Öffnung ja unten
auf der Kapsel befindet.
Form und Zerstreuungsmuster
können durch die Form und Größe der Schlitze sowie den
Lüftdruck verändert werden.
Wenn die Blutkapsel zu weich ist wird sie sich zuerst
aufblähen, bevor sie platzt. Um diese Deformation zu
vermeiden kann man ein dünnes Metallskelett für die Kapsel
anfertigen.
Man kann statt der Blutkapsel auch einen Schlauch
verwenden (einen solchen setzen wir normalerweise nur für „Kopfschüsse“
ein). Diese Variante habe ich in diesem
Demovideo
verwendet.
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DEMOVIDEOS |
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view demo 03 |
Filename:
25fp_blutkapseln_03_demo.wmv
Filesize:
297KB
Version:
08.05.05 by
david
Fileinfo:
Windows Media Video 9; |
Der Schlauch ist am besten geeignet, um Blut an eine Wand zu
spritzen.

Kunstblut mit Pressluft auf die Wand spritzen.
Eine weitere Variante ist im Prinzip eine Kombination
von Bluteffekten und
Stop-Motion
unter Verwendung von
Greenscreen.
Für diesen Democlip wurden drei Ebenen gefilmt:

1)
Eine Wand (dünne Holzplatte mit Wandfarbe gestrichen)
wird mittels eines Schlauches (mit Kompressor, ca. 4 bar)
mit
Kunstblut
(ca. 0,20 L) besprüht.

2)
Als nächstes wird die Zielperson vor einer grünen
Wand gefilmt. In unserem Fall bekommt die Person zuerst
einen Schuss in den Bauch und einen in den Kopf. Der erste
Einschuss wird durch eine 6mm Softgun-Platzpatrone
dargestellt. Hierfür muss allerdings eine Metallplatte unter
die Kleidung, da die Kugel sonst nur abprallt aber nicht
platzt. Diese Technik ist zwar bequem und einfach aber der
relativ kleine rote Spritzer ist nicht besonders
eindrucksvoll.
Besonders wichtig ist eine Schutzbrille, nicht nur
für den Darsteller, sondern auch für die übrigen am Set, da
diese Kugeln oft abprallen.

Treffer auf T-Shirt, darunter: Metallplatte
Der zweite Treffer am Kopf wird durch Stop-Motion
eingefügt. Wichtig ist es in diesem Fall, dass im Augenblick
des Treffers dieser kurz verdeckt ist (hier durch Waffe).
Was am Ende nicht zu sehen ist, ist der Assistent, der eine
dicke Mischung Kunstblut mit Mehl auf die Stirn des Opfers
klebt.

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DEMOVIDEOS |
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view demo 04 |
Filename:
25fp_blutkapseln_04_demo.wmv
Filesize:
729KB
Version:
25.07.05 by
david
Fileinfo:
Windows Media Video 9; |
3)
Nun wird der Schütze mit dem Tisch aufgenommen. Wenn
man auf einer Folie auf dem Display der Kamera die Position
des Opfers und Trefferzonen einzeichnet, lässt sich die
Einstellung am schnellsten korrekt machen.

Die Ebenen 2 und 3 werden mit einem grünen Hintergrund
aufgenommen und so später eingefügt. Zuvor kann man die
Gasamtzusammenstellung probieren und z.B. mit Kreide die
Position des Tisches und der Sessel markieren.
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DEMOVIDEOS |
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view demo 05 |
Filename:
25fp_blutkapseln_05_demo.wmv
Filesize:
1086KB
Version:
25.07.05 by
david
Fileinfo:
Windows Media Video 9; |
Bei unserer Demo wurde diesmal das Material auf das
Wichtigste reduziert geschnitten, also keine künstlichen
Farben, nur Helligkeitsanpassung. Ebenso kein Mündungsfeuer
oder Hülsen.
Ein großes Pro dieses Verfahrens ist die Möglichkeit, alles
getrennt aufzunehmen, wodurch ein Fehler in einer
einzigen Ebene nicht den ganzen Dreh zerstört, sondern man
muss nur eine Einstellung neu einfügen.
Außerdem kann man mit Fokussierung, also mit den
Unschärfen der unterschiedlichen Ebenen, sehr schön
experimentieren.
Weitere Berichte:
+
Kunstblutmischung
+
Kunstblut
+
Stop-Motion
+
Greenscreen
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