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Unsere
allerersten selbstgebauten Requisiten waren
verschiedene Gewehre, die in „After
Dark“ zum Einsatz kamen. Bis wir die billigen
Softairs entdeckt hatten wurden diese Requisiten auch in „Gangster“
eingesetzt.
Vorlage sind die Fotos von echten Waffen. Die Gesamtlänge
ist immer angegeben, aus dieser rechnet man sich den
Maßstab aus und versieht die Abbildung mit den übrigen
Abmessungen. Danach zeichnet man die Waffe selber noch
einmal neu und legt somit fest, welche Details man
tatsächlich übernehmen will. Hier gleich der erste Tipp: Nie
mehr Aufwand betreiben als notwendig ist. Bei einem gut
durchgeplanten Drehbuch weiß man im Voraus, wie viele
Details notwendig sind.
Am besten ist es, das Objekt in genormte Teile
aufzuteilen (z.b. Rohre mit 10, 20mm Durchmesser, Formrohre
mit 20*30, 40*40mm, usw., also Material, das man problemlos
bei Metallhändlern oder im Baumarkt erwerben kann).
Abweichungen zum Original von ein paar Millimetern fallen
ohne eine Vergleichsmöglichkeit kaum auf.

Kunstblut mit Pressluft auf die Wand spritzen.
Material für diese Requisiten waren Metall für Körper
und Lauf, sowie Holz oder
Kunststoff
für Schulterstützen und Griff.
Dadurch ergibt sich schon ein halbwegs realistisches Gewicht
und damit auch ein
MP – 5 mit Schalldämpfer gut aussehendes Handling bei den
Schauspielern.

Lauf des MGs aus Aluminium
Die Läufe bestehen immer aus Rohren, der restliche
Metallkörper meistens aus verschiedenen Formrohren bzw. auch
Flacheisen.
Für jemanden mit Schlosserkenntnissen also kein Problem. Ich
habe an jeder Waffe ca. 1-2 Wochen gearbeitet (nebenbei).
Am schnellsten geht es, wenn die Teile fest verschweißt
werden. Stellenweise sollten die Requisiten auch nur
verschraubt sein, damit sie auseinander genommen werden
können.

Schulterstütze aus Holz

Für sicheren Halt sorgt der Griff aus Kunststoff
Diese Requisiten verfügen über folgende Besonderheiten:
Sturmgewehre
(ähnlich M-16) und MP (ähnlich MP-5):
Beweglicher Abzug, beweglicher Hebel zum Durchladen, Lauf
mit Gewinde für Schalldämpfer, abnehmbares Magazin,
Montageschiene unter dem vorderen Griff für Stützen,
Zusatzgriffe, Laser und dergleichen.

Nachbildung einer M16

MP- 5 mit Trageriemen
MG
(ähnlich Minimi): Beweglicher Abzug, abnehmbare Magazinbox,
hochklappbarer
Verschluss zum Einlegen einer Magazinkette, abnehmbarer
Lauf, ausklappbares Bein |
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Die Materialien können problemlos mit einem Lackspray
besprüht werden. Für Metallteile sollte eine glänzende Farbe
gewählt werde und für Griffe, etc., eine matte, da der
Unterschied im Film sehr deutlich zu sehen ist.
Eine günstige Lösung für eine Munitionskette sind
beispielsweise zwei zusammengenähte Gürtel, in die man
Patronen steckt. Patronen kann man beispielsweise aus leeren
Tintenpatronen oder auch Alu- oder Holzzylindern herstellen,
in dem man die Spitze zurechtschleift oder -dreht und dann
die Teile ebenfalls lackiert.
Ein weiteres kleines Requisit ist diese selbstgebaute
Handgrante. Sie wurde einfach aus einem
Kunststoffzylinger gedreht, und dann wurde ein dünnes Blech
für den Zündgriff zurechtgebogen. Ein herausziehbarer
Ringstift rundet die notwendigen Details ab.

Zum verwechseln ähnlich
Tipp: Bei allen selbstgebauten Requisiten des
Equipments sollte man wenn möglich bei Teilen, die mit
mehreren Schrauben zusammengefügt sind, eine Art Standard
einführen, d.h. wenn möglich immer denselben Abstand und
dasselbe Gewinde. So können später verschieden
Konstruktionen oder Zubehör kombiniert verwendet werden.
Fazit:
Auch mit sehr viel Arbeit erreicht man nicht die
Oberflächendetails von unseren billigen Softairwaffen.
Trotzdem bieten diese Requisiten einige Vorteile wie massive
Konstruktionsweise, Hitzebeständigkeit und realistisches
Gewicht.

Oberflächendetails durch Kombination verschiedener
Materialen verleihen jeder Nachbildung die nötige
Tauglichkeit.
Speziell für größere Waffen wie das MG, sehr große
Scharfschützengewehre oder sogar Miniguns (Gattling, ab ca.
2000 $ als Elektro-Softgun) ist der Eigenbau für
No-Budget-Filmer ein Muss, da es her keine günstigen
Alternativen gibt.
Weitere Berichte:
+
After Dark
+
Gangster

Berichtredesign von
Bernhard.
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